Obwohl sich die Geschäftsreisebranche seit der Pandemie stetig erholt, liegt das aktuelle Ausgabenvolumen für Travel & Entertainment (T&E) in den USA noch immer 66 Milliarden US-Dollar unter dem Niveau von 2019. Laut Analyse könnte bereits ein Anstieg der T&E-Ausgaben um 8,3 % einen Umsatzanstieg von 6 % bewirken – selbst unter Berücksichtigung digitaler Alternativen wie virtueller Meetings.
Diese Erkenntnisse stammen aus dem neuen Bericht „T&E and the Bottom-Line: Quantifying the Return on Investment of U.S. Business Travel“, der auf Daten von 24 Jahren (2000–2024) aus 14 zentralen Branchen der US-Wirtschaft basiert.
Geschäftsreisen als strategische Investition mit hohem Ertrag
Die Studie belegt, dass Geschäftsreisen im Schnitt einen Return on Investment von 14,6-fach liefern – also 14,60 US-Dollar operativen Gewinn pro investiertem Dollar. Aktuell geben US-Unternehmen jährlich rund 294 Milliarden US-Dollar für T&E aus, was jedoch 24 Milliarden US-Dollar unter dem empfohlenen Investitionsniveau von 319,1 Milliarden liegt.
Suzanne Neufang, CEO der GBTA, unterstreicht den strategischen Wert von Geschäftsreisen:
„Diese Studie zeigt klar: Geschäftsreisen sind keine bloße Ausgabe, sondern ein Wachstumstreiber. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten ist gezielte, produktive Reisetätigkeit entscheidend für den Unternehmenserfolg.“
Zentrale Erkenntnisse der Studie
- Wachsende Investitionslücke: Während 2010 noch ein Anstieg der T&E-Ausgaben um 2,2 % genügte, liegt die optimale Erhöhung heute bei 8,3 %. Dies verdeutlicht die Grenzen virtueller Alternativen gegenüber persönlichem Austausch.
- Branchen mit hohem Potenzial: Besonders stark könnten Einzelhandel & Großhandel (179 Mrd. USD), Finanzdienstleistungen (145 Mrd. USD) sowie Gesundheit & Bildung (87 Mrd. USD) profitieren.
- Persönliche Kontakte unverzichtbar: Branchen wie Immobilien oder Informations- & Kommunikationstechnologie, in denen persönliche Interaktion zentral ist, weisen die größten Investitionslücken pro Mitarbeitendem auf.
- Geringe Mehrausgaben, große Wirkung: Ein zusätzliches Investment von 184 US-Dollar pro Mitarbeiter jährlich kann bereits helfen, das optimale Niveau zu erreichen – von nur 34 USD im Gesundheitsbereich bis zu 920 USD im Immobiliensektor.
- Effizienzsteigerung: Obwohl die T&E-Ausgaben insgesamt gestiegen sind, ist ihr Anteil am Umsatz gesunken – von 1,28 % im Jahr 2000 auf 0,72 % im Jahr 2024.
- Stabilität in Krisenzeiten: Unternehmen, die auch in wirtschaftlich schwierigen Phasen – etwa 2008 oder während der COVID-19-Pandemie – in Geschäftsreisen investierten, konnten sich schneller erholen und langfristig besser behaupten.
Die Studie macht deutlich: Geschäftsreisen sind weit mehr als ein optionaler Kostenpunkt – sie sind eine tragende Säule für nachhaltiges Wachstum, Beziehungspflege und unternehmerischen Erfolg. Unternehmen, die heute gezielt in Reisen investieren, sichern sich entscheidende Wettbewerbsvorteile für morgen.
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Foto Quelle: Seaart.ai


