Besonders erfreulich ist die Prognose für das Reisejahr 2025: Die Ausgaben im Tourismusbereich sollen um 13 % steigen. Dieses Wachstum deutet darauf hin, dass Reisende gezielt nach gutem Preis-Leistungs-Verhältnis suchen und vermehrt auf weniger bekannte, aber attraktive Reiseziele ausweichen – was gleichzeitig zur Entlastung klassischer Touristenzentren beitragen könnte.
Wachsende Nachfrage nach Reisen außerhalb der Hochsaison
Immer mehr Reisende entscheiden sich für Urlaube außerhalb der Hauptsaison, insbesondere für Sonnen- und Stranddestinationen. So stiegen die Suchanfragen nach Frühlingsreisen unter europäischen Touristen im Jahresvergleich um 36 %. Die Kombination aus späterem Ostertermin und dem Wunsch, die sommerliche Hitze und überfüllte Orte zu meiden, sorgte für steigende Beliebtheit von Zielen wie Malta (+19 %) und Zypern (+16 %). Auch größere Märkte wie Spanien (+7 %) und Portugal (+3 %) profitierten von diesem Trend.
Darüber hinaus verzeichneten zentrale und osteuropäische Länder wie Lettland, Litauen und Ungarn deutliche Zuwächse bei den Besucherzahlen. Diese Entwicklung ist auf die verbesserte Flugverbindungen und die fortschreitende Erholung der Region von Pandemie- und Krisenfolgen zurückzuführen.
Preissteigerungen und verändertes Ausgabeverhalten
Die Kosten für Reisen sind gestiegen: Internationale Flugpreise nach Südeuropa und ins Mittelmeerraum erhöhten sich um 5 %, Pauschalreisen sogar um 7 %. Dennoch erzielen Destinationen wie Spanien, Zypern und Malta weiterhin starke Tourismuseinnahmen. Dies unterstreicht den Trend, dass Reisende zunehmend bereit sind, in der Nebensaison mehr zu investieren – was den erwarteten Anstieg der Gesamtausgaben im europäischen Tourismusmarkt stützt.
Zunahme des Fernreisetourismus
Das Interesse aus Überseemärkten bleibt hoch, insbesondere aus den Vereinigten Staaten. Nordeuropäische Destinationen wie Norwegen und Dänemark verzeichneten bemerkenswerte Zuwächse bei Übernachtungen – um 35 % bzw. 24 %. Auch Südeuropa konnte deutlich mehr US-Reisende begrüßen, darunter Kroatien (+18 %), Montenegro (+17 %) und Griechenland (+16 %).
Auch der Tourismus aus China erholt sich weiter. Alle erfassten Länder berichten von einem Zuwachs bei Ankünften oder Übernachtungen. Reiseziele wie Kroatien, Estland und Rumänien profitierten besonders von diesem Aufwärtstrend. Unterstützt wird die Entwicklung durch steigende Einkommen, eine zunehmende Zahl an Flugverbindungen sowie erleichterte Visabestimmungen. Neue Direktflüge zwischen chinesischen Städten und europäischen Metropolen wie Paris und Madrid tragen ebenfalls zur positiven Dynamik bei.
Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen: Der europäische Tourismus hat im zweiten Quartal 2025 eindrucksvoll seine Widerstandsfähigkeit unter Beweis gestellt. Anhaltendes Interesse aus internationalen Märkten, eine wachsende Nachfrage nach Nebensaisonreisen sowie sich verändernde Reisevorlieben tragen dazu bei, dass die Branche auch in wirtschaftlich angespannten Zeiten stabil bleibt und weiter wächst.
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Foto Quelle: Clickup


